Prüfungen

Prüfungstermine Technischer Fachwirt

Wann die IHK-Prüfung zum Technischen Fachwirt stattfindet, wie die Anmeldung funktioniert und welche Fristen gelten.

Die IHK-Prüfung zum Technischen Fachwirt findet zweimal im Jahr statt – im Frühjahr und im Herbst. Die genauen Termine werden bundesweit koordiniert, damit alle IHKs gleichzeitig prüfen. Diese Seite zeigt die üblichen Zeiträume, die Anmeldefristen und die wichtigsten Punkte bei der Planung.

Zwei Prüfungszyklen pro Jahr

Die bundeseinheitlichen Termine folgen einem festen Rhythmus.

Frühjahrsprüfung: Der schriftliche Teil der wirtschaftsbezogenen Qualifikation liegt typischerweise im März oder April. Der schriftliche Teil der handlungsspezifischen Qualifikation folgt wenige Wochen später im April oder Mai. Die mündlichen Prüfungen finden zwischen Juni und Juli statt.

Herbstprüfung: Der schriftliche Teil der wirtschaftsbezogenen Qualifikation liegt im September oder Oktober. Die schriftliche Prüfung der handlungsspezifischen Qualifikation im November. Die mündlichen Prüfungen schließen sich zwischen Januar und März des folgenden Jahres an.

Die genauen Termine veröffentlicht jede IHK auf ihrer Webseite. Lehrgangsanbieter teilen die Termine in der Regel frühzeitig mit.

Anmeldefristen

Die Anmeldung zur Prüfung läuft über die zuständige IHK – meist am Wohn- oder Arbeitsort. Die Fristen.

Für die Frühjahrsprüfung ist der Anmeldeschluss typischerweise im November oder Dezember des Vorjahres. Für die Herbstprüfung im Mai oder Juni. Wer die Frist verpasst, verschiebt die Prüfung automatisch um sechs Monate.

Die Anmeldung erfolgt über ein Formular, das bei der IHK angefordert wird oder online verfügbar ist. Benötigt werden die Nachweise für die Zulassung (Ausbildungszeugnis, Berufserfahrung, ggf. frühere Prüfungsergebnisse) und die Zahlung der Prüfungsgebühr. Wer über einen Bildungsträger lernt, wird in der Regel bei der Anmeldung unterstützt.

Was bei der Anmeldung zu beachten ist

Drei Punkte, die in der Praxis oft übersehen werden.

Zuständige IHK: Die Anmeldung ist nur bei der IHK möglich, die für den eigenen Wohn- oder Arbeitsort zuständig ist. Wer in einer Nachbarstadt lernt, prüft trotzdem meist in der eigenen IHK. Bei einem Umzug während des Lehrgangs sollte man früh klären, wo die Prüfung abgelegt wird.

Reihenfolge der Prüfungsteile: Die wirtschaftsbezogene Qualifikation kann in der Regel vor der handlungsspezifischen abgelegt werden, teilweise auch umgekehrt. Die Reihenfolge hängt davon ab, wann die Zulassung für den jeweiligen Teil nachgewiesen ist. Wer die Praxis erst spät vollständig hat, legt den wirtschaftsbezogenen Teil oft vor.

AdA separat: Die Prüfung zur Ausbildereignung läuft nach einem eigenen Terminplan, unabhängig von den Hauptterminen. Sie wird in vielen IHKs monatlich oder alle zwei Monate angeboten.

Zeitliche Planung mit dem Lehrgang

Die meisten Lehrgänge sind so getaktet, dass der Abschluss der Lehrveranstaltungen zeitlich auf einen Prüfungstermin zuläuft. Ein Lehrgang, der im September startet, zielt typischerweise auf die Herbstprüfung des folgenden Jahres ab. Ein Lehrgang, der im Januar startet, auf die Frühjahrsprüfung des übernächsten Jahres.

Wer einen Lehrgang beginnt, sollte sich gleich den angestrebten Prüfungstermin im Kalender markieren und rückwärts von dort die Lernetappen planen. Das schafft Klarheit und vermeidet Hektik in der letzten Phase.

Wenn die Prüfung verschoben werden muss

Krankheit, berufliche Belastung oder private Ereignisse können dazu führen, dass die Prüfung verschoben werden muss. Drei Szenarien.

Verschiebung vor der Prüfung: Wer rechtzeitig absagt, kann die Prüfung auf den nächsten Zyklus verschieben. Die Zulassung bleibt bestehen, die Prüfungsgebühr wird oft verrechnet.

Krankheitsbedingter Rücktritt während der Prüfung: Mit ärztlichem Attest ist ein Rücktritt möglich, ohne dass der Versuch als Fehlversuch zählt. Das Attest muss den zuständigen IHK-Regeln entsprechen, meist ist ein amtsärztliches Attest bei bestimmten Fällen nötig.

Nicht bestandene Teile: Wer einzelne Teile nicht besteht, meldet sich für den nächsten Zyklus erneut an – in der Regel mit reduzierter Gebühr, weil nur die nicht bestandenen Teile wiederholt werden.

Organisatorisches am Prüfungstag

Am Prüfungstag sollte man früh vor Ort sein, mindestens 30 Minuten vor Prüfungsbeginn. Mitzubringen sind Personalausweis, Zulassungsbescheid, erlaubte Hilfsmittel (Taschenrechner, Schreibmaterial, ggf. Gesetzestexte) und etwas zu essen für die Pausen. Die Prüfungen dauern oft vier bis acht Stunden pro Tag.

Smartphone und Smartwatch sind während der Prüfung untersagt und müssen ausgeschaltet abgegeben werden. Wer den Prüfungsraum verlässt, muss beim Prüfungsausschuss bescheid geben.

Ergebnisse und Rückmeldung

Die schriftlichen Ergebnisse liegen typischerweise vier bis acht Wochen nach der Prüfung vor. Die mündliche Prüfung wird meist direkt nach der Prüfung kommuniziert, die schriftliche Bestätigung folgt ein bis zwei Wochen später.

Wer die mündliche Prüfung noch vor sich hat, bekommt zuerst das schriftliche Ergebnis und kann sich gezielt auf die mündliche vorbereiten. Die schriftlichen Ergebnisse bestimmen nicht das mündliche Thema, aber sie geben einen Hinweis auf Stärken und Schwächen.

Häufige Fragen

Gibt es Nachtermine?

Nur in besonderen Fällen (Krankheit mit Attest). Der Regelfall ist die Verschiebung auf den nächsten Zyklus.

Kann ich die Prüfung bei einer anderen IHK ablegen?

In Ausnahmefällen ja, wenn ein triftiger Grund vorliegt. Im Regelfall ist die Zuständigkeit klar geregelt.

Wie viel Vorbereitungszeit sollte ich zwischen Lehrgangsende und Prüfung einplanen?

Zwei bis vier Wochen intensive Prüfungsvorbereitung sind typisch. Wer während des Lehrgangs schon regelmäßig wiederholt, braucht weniger.

Werden die Termine kurzfristig verschoben?

Sehr selten. Die bundesweite Koordination macht Verschiebungen aufwendig.

Nächster Schritt

Wie die schriftliche Prüfung zum Technischen Fachwirt im Detail aufgebaut ist und welche Aufgabenformate typisch sind, zeigt die Seite Schriftliche Prüfung.